Stress im Alltag – wie soll ich so abnehmen?

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Wir leben in einer sehr schnelllebigen Zeit, in der Menschen sehr unter Druck im Beruf  stehen und in Kontakt mit viel Stress geraten. Dass Stress auf die Dauer krank macht, haben bereits zahlreiche verschiedene Studien bestätigt.

Allerdings macht Stress auf die Dauer nicht nur krank, sondern er wirkt sich auch äußerst negativ auf das Gewicht bzw. den BMI aus. Das liegt nicht nur an körperlichen Umständen, sondern basiert auch auf der Tatsache, dass ständige Überlastung auf die Psyche schlägt. Wer an Gewicht verlieren oder einfach fit sein möchte, braucht jedoch ein entsprechendes Mindset. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass sich Stress durch den Einfluss auf die Psyche und auf körperliche Gegebenheiten negativ auf das Gewicht auswirkt.

Vielleicht ist es deshalb doch gar nicht so verkehrt, die Zeile „Probier´s mal mit Gemütlichkeit mit Ruhe und Gemütlichkeit!“ zum neuen Lebensmotto zu machen, um dem Stress somit ganz klar Grenzen aufzeigen zu können.

Dieser Artikel geht intensiver auf die folgenden Themen ein:

  • So reagiert der Körper auf Stress
  • Negative Folgen von einer fehlenden Work-life-Balance
  • Warum Stress die Willenskraft negativ beeinflusst
  • In welchem Zusammenhang Stress mit der Verdauung und dem Appetit steht

So reagiert der Körper auf Stress

Viele Menschen sind sich des Umstandes bewusst, dass Stress über einen längeren Zeitraum hinweg zu unterschiedlichen Krankheiten führen kann. Was weniger Menschen wissen ist, dass Stress unter anderem auch einen negativen Einfluss auf den Hormonhaushalt hat und es somit deutlich schwerer macht ein gesundes Körpergewicht zu erreichen und/oder zu halten.

Das liegt an der Tatsache, dass der Körper unter Stress – ganz egal, ob sich dieser auf körperlicher oder auch emotionaler Ebene abspielt – Cortisol ausschüttet. Dieses Hormon trägt unter anderem den Namen des „Stresshormons“ und weist einen permanent hohen Spiegel auf.

Ein dauerhaft hoher Cortisol-Spiegel beeinflusst unter anderem:

  • die emotionale Stabilität
  • zahlreiche körperliche Prozesse, wie unter anderem den Stoffwechsel

Weitere negative Auswirkungen eines hohen Cortisol-Spiegels

Studien, die sich intensiver mit dem Stresshormon Cortisol beschäftigt haben, haben bestätigt, dass ein dauerhaft hoher Cortisol-Spiegel zahlreiche negative Aspekte mit sich bringt. Mögliche Folgen sind dabei unter anderem die Folgenden:

  • Angstzustände
  • Schlafprobleme
  • Unausgeglichener Hormonhaushalt
  • Probleme mit der Fruchtbarkeit

Doch, vor allem das Gewicht leidet unter ständigem Stress. Das liegt an unterschiedlichen Nebeneffekten, die der Stress mit sich bringt.

Der Stress und der Schlaf

Wer unter Stress leidet, hat bestimmt schon einmal festgestellt, dass der Schlaf sehr stark darunter leidet. Denn eine Aufgabe des Stresshormons Cortisol besteht darin, Menschen wach zu halten, um bei Gefahren schnell, fokussiert und ohne Verzögerung reagieren zu können.

Somit verhindert ein hoher Cortisol-Spiegel ein gutes Ein- und/oder Durchschlafen. Oft wachen Menschen, die unter hohem Stress stehen, zwischen 2 und 4 Uhr morgens auf und fühlen sich dann angeschlagen und aufgedreht.

Da sich Schlafmangel negativ auf die Hungergefühle Leptin und Ghrelin auswirken, fällt es Menschen schwer, das Gewicht zu halten oder an Gewicht zu verlieren, wenn sie unter Stress leiden. Denn, leidet das Gefühl der Völle und des Appetits unter dem Schlafmangel, gerät die komplette Ernährung durcheinander.

Der Stress und die Lust auf Zucker

Während einige Menschen unter Stress kaum etwas essen können, weil sich ihr Magen schließt, reagieren sogenannte „emotionale Esser“ mit wahren „Fressattacken“ auf stressige Situationen. Vor allem Menschen, die ihre Ernährung gerade erst umgestellt haben, neigen unter starkem Stress dazu, wieder in alte Muster zu verfallen. Denn Studien haben bestätigt, dass Stress dazu verleitet, in alte Verhaltensmuster zu verfallen.

Dazu gesellt sich auch das steigende Verlangen nach Zucker und Kohlenhydraten. Studien haben sogar festgestellt, dass dauerhafter Stress einen sehr negativen Einfluss auf das Essverhalten der Menschen hat. In besonders schlimmen Fällen führt Stress sogar zu unterschiedlichen Süchten, wie zum Beispiel der Esssucht.

Das liegt daran, dass sich Menschen oft traurig fühlen, wenn sie unter Stress leiden. In diesem Fall stellt das Essen eine Belohnung dar, das für einen kurzen Moment Glückshormone im Körper freisetzt. Aus dieser Reaktion auf Essen (vor allem süßes, fettiges und hoch verarbeitetes Essen) entsteht schnell eine gefährliche Sucht. Nicht selten endet diese in einer Gewichtszunahme oder auch Stoffwechselerkrankungen.

Der Stress und die Verdauung

Bestimmt haben Menschen schon einmal festgestellt, dass sie entweder gar nicht auf die Toilette gehen können, wenn sie gestresst sind oder direkt auf die Toilette rennen müssen und dort direkt ihr Zelt aufschlagen können.

Menschen reagieren zwar anders auf Stress, doch die Gemeinsamkeit besteht darin, dass es sich um Probleme mit der Verdauung handelt. Ganz egal, ob Verstopfungen oder Durchfall – beides sind Folgen stressbedingter Verdauungsprobleme.

Bei dem Teufelskreis, der entsteht, wenn ständige Anspannung zu Verdauungsproblemen führt, handelt es sich um den Folgenden:

Der Körper nimmt ballaststoffreiche Vollkornprodukte und auch andere Nährstoffe aus Lebensmitteln nur schwer auf ➔ Es kommt zu einem Mangel an bestimmten Nährstoffen ➔ Ein Mangel an Nährstoffen führt oft zu Heißhunger ➔ Der Heißhunger veranlasst Menschen oft dazu zu zuckerhaltigen und fettigen Speisen zurück zu greifen. ➔ Die Nährstoffe werden dennoch nicht gedeckt und Menschen reagieren oft mit einem noch größeren Appetit. Denn der Körper versucht durch den höheren Appetit auf den Nährstoffmangel hinzuweisen.

Wie schon weiter oben erwähnt, reagieren einige Menschen auch mit einer übermäßigen Nahrungsaufnahme auf stressige Situationen. Dieses stressbedingte Überessen führt unter Umständen zu Schwierigkeiten mit der Verdauung.

Willenskraft und die Müdigkeit

Da Menschen, die unter Stress leiden oft schlecht schlafen und somit müde sind, fällt es schwer, aktiv zu bleiben und sich sportlich zu betätigen. In der Regel machen viele Menschen Sport, um fit zu werden/zu bleiben und um an Gewicht zu verlieren.

Fällt diese körperliche Betätigung durch den Stress weg, wirkt sich das negativ auf den Körper und auf den Abnehmerfolg aus. Selbst, wenn Sport keine Grundvoraussetzung für eine Gewichtsabnahme darstellt, trägt er durchaus dazu bei, dass sich Menschen besser und fitter fühlen.

Studien ist es zudem gelungen zu bestätigen, dass ständige hohe Belastungen einen negativen Einfluss auf die Erinnerungsfähigkeit hat. Somit hält eine fehlende Work-Life-Balancen Menschen davon ab, Erinnerungen zu erzeugen und somit neue gesunde Gewohnheiten in den Alltag zu integrieren. Es fällt schwer, neue Essgewohnheiten und die körperliche Betätigung mit Wohlbefinden und guter Laune in Verbindung zu setzen, was sich wiederum negativ auf die Willenskraft auswirkt.

Was heißt das für mich?

  • Ständige Anspannung wirkt sich negativ auf die emotionale und die körperliche Gesundheit aus.
  • Das Gewicht leidet unter Umständen durch starke und anhaltende stressige Situationen.
  • Ein gesunder Lebensstil bedeutet auch, die Anspannung auf einem gesunden Level zu halten und ihn nicht Überhand nehmen zu lassen.